Warum ersetzen, wenn es nicht kaputt ist?

Posted on 18. April 2018 by Sabina Gómez Bolanos in CO2-Emissionen, Energieeffizienz

Solange ein Gerät funktioniert, brauche ich kein neues – so die landläufige Ansicht. Sie mag in vielen Bereichen berechtigt sein, nicht aber dort, wo es um Energieeffizienz geht.
Die meisten Menschen ziehen erst dann den Einbau eines neuen Heiz- oder Kühlgeräts in Betracht, wenn es defekt ist. Die Aussicht, mit einem modernen Gerät Energie und Geld zu sparen, motiviert dagegen offenbar weniger. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Fehlendes Wissen über den tatsächlichen Nutzen und die technischen Möglichkeiten hält Konsumenten ebenso von sinnvollen Renovierungen ab wie fehlende Anreize und finanzielle Mittel.

Langlebigkeit nicht das Maß aller Dinge
Hohe Qualität wird oftmals mit langer Haltbarkeit assoziiert, insbesondere bei elektronischen Geräten, Boilern, Heizungs- und Kühlanlagen. Nicht nur die Werbung hebt Langlebigkeit als Gütekriterium hervor. Oft hört man auch im Freundeskreis Sätze wie „Mein Kühlschrank ist älter als mein erwachsener Sohn …“. Verständlich ist der verbreitete Glaube, mit einem langlebigen Gerät Ruhe vor Reparatur und Neuanschaffung zu haben. Doch letztlich führt er in die Irre, weil er den hohen Energieverbrauch älterer Technologien und die kontinuierlich steigenden Energiekosten ausklammert.

Das Festhalten an alten Geräten spart langfristig kein Geld, im Gegenteil: Wie die Zahlen belegen, sind die Veteranen unter den Elektrogeräten wahre Energiefresser und treiben die Stromkosten unnötig in die Höhe. Der Austausch durch ein modernes Hocheffizienzgerät macht sich in vielen Fällen schon in einem oder wenigen Jahren bezahlt. Ganz nebenbei hilft man damit auch, den CO2-Ausstoß zu senken und das Klima zu schützen.

Onlinetools erleichtern Entscheidung
Zu wenig Wissen über das technisch Machbare kann heute wohl kaum noch als triftiges Argument gelten. Sicher, Dienstleister könnten die Konsumenten noch klarer und besser zu den einzelnen Technologien aufklären. Es gibt allerdings zahlreiche Online-Vergleichstools, die die Vor- und Nachteile der verschiedenen Technologien aufführen und es Konsumenten leicht machen, die jeweilsoptimale Lösung zu finden. Wer erst wartet, bis ein Gerät kaputt ist, muss unter großem Zeitdruck eine Entscheidung treffen und kann dann meist nicht mehr in Ruhe alle Aspekte gründlich gegeneinander abwägen.

Teils erhebliche Kostenersparnisse, weniger CO2-Emissionen, mehr Zeit und weniger Fehlentscheidungen – all das sind gute Gründe, schon aktiv zu werden, bevor ein Gerät seinen Dienst verweigert.



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